Als wir am Morgen das Zelt einpacken, hängt ein dicker Nebel über dem Park am Fluss.
Von Valdeganga führt ein Radweg direkt nach Albacete. Leider bekommen wir von der Landschaft so gut wie nichts mit. Stattdessen sind wir durch den Nebel gezwungen, unsere Beobachtungen auf einen kleinen Radius zu beschränken. Im ersten Ort sehen wir, auf dem Boden vor einigen Häusern, florale Zeichnungen mit Namen und Daten. Wir vermuten, dass es sich um eine Art Zelebrierung von Geburten handelt. Die älteste noch erhaltene Malerei, die wir entdecken, reicht 5 Jahre zurück.
Auf dem Radweg selbst kommen uns einige Rennradlergruppen entgegen, die sich das Training auch bei trübem Wetter nicht entgehen lassen. Ganz plötzlich tauchen sie aus dem Weiß vor uns auf. Wir sehen mittlerweile so aus, als würden wir seit einiger Zeit durch Regen fahren, weil der Nebel an uns kondensiert und in dicken Tropfen herunter rinnt.
Am Straßenrand bemerken wir einige Hasenhochburgen, deren Bewohner schnell in den unzähligen Gängen im Erdwall verschwinden, sobald sie uns registrieren. Doch die weißen Schwänzchen heben sich verräterisch von der Umgebung ab.
Gegen 11 Uhr erringt die Sonne ihren ersten Teilsieg und schenkt uns ein kurzes Aufatmen. Doch schnell zieht sich die Wolkendecke wieder zu und der Nebel umfängt uns noch etwas dichter. Erst zwei Stunden später sollen wir die Sonne erneut zu Gesicht bekommen.

2 Kommentare

  1. Oh habt ihr Fotos gemacht von den Zeichnungen? Beim Beitrag vorher musste ich schon an Indien denken bei den farbigen Häusern, nur nicht ganz so Monsunverwittert

    1. Leider nein. Wir haben an dem Tag jedes nicht unbedingt nötige Anhalten und in den Taschen kramen vermieden. Aber ich habe auch direkt an die Mandalas aus Hampi gedacht! Obwohl die damals schon noch etwas anmutiger und filigraner waren.

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