Die Nacht war richtig gemütlich und der immernoch anhaltende, aber nicht mehr ganz so aggressive Wind, bringt uns den Vorteil ein komplett trockenes Zelt einpacken zu können.
Mit Rückenwind und Sonne im Gesicht, brechen wir zu unserer vorerst letzten Sardinienfahrt auf. Es ist das erste Mal, dass wir zu einem Ort zurückkehren und dadurch Wegpunkte wiedererkennen können.
Nachdem wir es durch das Einbahnstraßenlabyrinth zurück ins Zentrum von Porto Torres geschafft haben, stehen noch einige Vorbereitungen für die Fährfahrt an. Tandi wird in der Waschanlage herausgeputzt (es gibt sogar eine extra Haltekonstruktion!), Proviant gekauft und gemütliche Klamotten und Kissen bereit gelegt. Leider schmeckt das Wasser aus den öffentlichen Hähnen, an denen wir uns die letzten Wochen immer bedient haben, hier in Porto Torres als würde man aus einem Schwimmbecken trinken. Daher müssen wir auch noch ein paar Flaschen Wasser kaufen. Das ist immer ärgerlich, weil es hier kein Pfandsystem gibt und die alten Flachen einfach im Müll landen.
Als wir fertig sind haben wir immer noch drei sich dehnende Stunden bis zum Check-in auf der Fähre. Doch irgendwann sind auch diese geschafft (nicht zuletzt dank leckerer Pizza “to go“) und es kann losgehen! Zurück nach Italien… Der berühmte Schritt zurück auf den zwei nach vorne folgen 😉
Der Abschied von Sardinien ist deutlich schwerer als die Abfahrt aus Italien vor knapp drei Wochen. Es war eine wirklich tolle Zeit auf der Insel, die unser Selbstvertrauen und unsere Zuversicht gestärkt hat. Und es fühlt sich an, wie ein kleines Ende, obwohl wir natürlich wissen, dass wir immer zurückkehren können und dass sich dafür bald eine neue Tür öffnen wird.

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