Heute haben wir wieder eine kleine Fährfahrt vor uns. An solchen Tagen sind wir immer leicht gehetzt, denn die Taktung ist recht grob und mehrere Stunden am windigen Hafen zu warten, ist nicht so gemütlich. Als wir ankommen sticht gerade ein Viermaster in See – die Santa Maria Manuela. Wir finden heraus, dass es sich um ein Segelschiff der Frota Branca von Portugal aus dem Jahr 1937 handelt, die ursprünglich Kabeljaufischerei vor Grönland betrieb. Einige Leute sind mit Autos angereist, um das Event zu beobachten.
Am Ticketautomaten stehen wir vor einem Problem. Dieser nimmt nur portugiesische EC-Karten, kein Bargeld und das Ticket muss laut Hinweisschild vor Antritt der Fahrt gekauft sein. Wir sprechen einen der Wartenden an. Er versteht kein Englisch, aber dennoch unser Problem und erklärt uns gestisch, dass es einen Schalter im Stadtzentrum gibt. Es bis dahin und zurück rechtzeitig zu schaffen wäre utopisch. Wir fragen einen der Zuschauer am Hafen, ob er uns mit seiner Karte das Ticket gegen Bargeld kaufen kann und er ist gerne bereit zu helfen, schenkt uns am Ende sogar die Fährfahrt. Danach teilt er uns mit, dass es mittlerweile auch möglich ist das Ticket an Bord zu erwerben und verabschiedet sich winkend. Etwas überrumpelt winken wir zurück, ganz perplex ob der offenen Freundlichkeit ohne jegliche Skepsis.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert