Heute Morgen lohnt sich das zweite “B“ in B&B zum ersten Mal für uns. Der Tisch ist liebevoll vorbereitet. Es gibt selbstgebackenen Birnenkuchen mit Schokostückchen und geröstetes Brot mit Orangenmarmelade. Frisch gestärkt und erstaunlich gut wieder hergestellt durch die Nacht fahren wir los. Und der Tag soll weiterhin unter einem guten Essensstern stehen.
Gegen Mittag fahren wir ziemlich gut gelaunt und staunend über die fantastische Aussicht eine Straße entlang. Freudig winkt uns eine Frau, die gerade mit ihrem Auto von einer Weide kommt. Wir halten an, sie steigt aus und obwohl wir uns kaum verständigen können, sind wir keine drei Minuten später bei Ines und ihrem Mann zuhause zum Spaghettiessen eingeladen. Das ist ein neues Level von Gastfreudschaft. Sie fährt voraus und wir folgen ihr mit dem Tandem in ein beschauliches kleines Dörfchen. Zum Glück gibt es Möglichkeiten der Übersetzung und so können wir uns doch etwas unterhalten, gemütlich bei einem Kaffee am Kaminfeuer. Die beiden fahren auch gerne Fahrrad und betreiben einen Hof. Eine Stunde später wird der Tisch gedeckt und es gibt etwas mehr als die versprochenen Spaghetti. Denn das ist nur die Vorspeise! Danach gibt es Fenchelsalat mit frischgebackenem, warmen Brot und Olivenöl, dazu Parmesan vom Block und Schafswurst und zum Schluss selbstgemachten Ricotta mit Honig überzogen und frisch frittierte Ricottabällchen mit weihnachtlichem Touch durch Mandarinenabrieb. Wir sind im Paradies! Erst nach 14 Uhr verabschieden wir uns, bekommen noch das restliche Brot mit und ihre Telefonnummer, falls wir mal Hilfe benötigen.
Nun geht es erstmal bergab in ein Tal, welches von mächtigen Felsen umrahmt wird. Auf der Abfahrt wird uns bewusst, was für ein krasses Hochzeitsgeschenk wir uns da gemacht haben. Wir sind so glücklich!
Als es immer steiler wird – nun jedoch bergauf – und der Straßenbelag loser und gröber, wissen wir, dass wir heute nicht mehr den kompletten Weg schaffen werden. Denn die Tage werden immer kürzer. Als die Sonne untergeht und wir noch keinen Schlafplatz gefunden haben, vor allem weil in regelmäßigen Abständen Hunde ihre Territorien durch bellen markieren, werden wir unruhig. Die Stimmen, die wir dann hören, bringen uns auf die Idee, nach einem Schlafplatz zu fragen. Und tatsächlich bekommen wir nach einigem Verständigen mit Händen und Füßen einen Platz für unser Zelt im Heulager direkt neben dem Schafsstall. In den Schlaf begleitet werden wir von Glöckchengeläut und Blöken, sicher behütet von… einem Hund 😉

PS und weil wir zu Recht darauf hingewiesen wurden, dass Temperaturangaben interessant wären: heute hatten wir 16°C, gefühlt aber eher 19°C durch die Sonne und weil es fast windstill war. Erst ab dem Abend ziehen wir meist etwas Langärmliges an.

4 Kommentare

  1. Exped Ultra 3R Duo M Isomatte (lichen) – sehr wahrscheinlich ohne Löcher – ist bestellt… 🙂
    Damit ihr dann nach der Übergabe durch Roman, um etwa Silvester, wieder ruhig die Nächte durchschlafen könnt ohne nachzupumpen… ich will sie vorher noch testen…
    Sorry, falls ihr mich länger nicht gelesen habt… auch ich bin natürlich weiterhin ein Follower… 😉 aber mir gehen halt auch ein wenig die Superlative aus bei den tollen Bildern und Geschichten… :):):)
    Apropos Geschichten… sehr schön zu lesen Deine Texte… anfangs noch etwas eingerostet, wird es jetzt immer mehr grandiose Literatur… es macht immer wieder sehr viel Spaß die tollen Bilder und die zughörigen Worte zu sehen, zu lesen, ja quasi aufzusaugen… fühlt euch fest gedrückt,
    <3 <3 <3

    1. Oh danke, da freuen wir uns! Das wird das Campen wieder deutlich komfortabler machen.
      Mit dem vorher testen klingt sinnvoll – planet du dafür ein kurzes Wochenendabenteuer oder machst du das gemütlich zuhause?
      PS Wir erwarten auch nicht täglich eine Reaktion, schließlich hat jeder auch noch sein eigenes Leben 🙂 Aber ab und zu ist es sehr schön!

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