
Nachdem wir wirklich lange geschlafen haben, wagen wir uns in den Canyon. Unser Weg heute wird uns immer am Fluss Jùcar entlang führen, der sich in weiten Bögen zwischen den weißen Kalkfelsen hindurch schlengelt. Mächtig ragen sie neben uns empor und lassen die Klettererherzen schneller schlagen. Die kleinen Orte, durch die wir kommen, integrieren sich faszinierend in die Landschaft. Die Häuser verschmelzen förmlich mit dem Fels und teilweise sieht man von einem ganzen Ort nur die Hausfassaden, während die Wohnungen im Berg selbst liegen. Auch außerhalb der Orte blinzelt ab und zu ein Fenster aus dem Stein. Wir grüßen einige Arbeiter, die mit verschiedensten Reparaturen beschäftigt sind oder sich um ihre kleinen Gärten nahe des Flussbetts kümmern. Dieser schmale Streifen Land am Jùcar ist erstaunlich belebt. Und weit über all dem zieht ein Adler mit großen Schwingen seine Kreise.
Von Zeit zu Zeit weisen einige Schilder auf Steinbruchgefahr hin, für alle, die die Einschlagslöcher und Kalkspuren auf der Straße nicht selbst zu deuten wissen. Vlt. erfüllt unsere tägliche Kopfbedeckung hier zwei Funktionen… wenigstens für kleinere Steine…? Naja, lieber nicht zu lange drüber nachdenken.
Das ist ja eine tolle Landschaft mit diesen Häusern am Fels. So etwas habe ich noch nie gesehen.
Wir auch nicht! Waren total beeindruckt 🙂 Die Leute haben das Maximale herausgeholt, aus dem was die Natur dort anbietet. Ohne diese Bauweise könnte man dort nicht siedeln.