Angezeigt: 151 - 160 von 218 ERGEBNISSEN
on tour

23.12.2022 – Valencia

Neues Land, neue Gerüche! Was in Italien die Olivenbäume waren, sind hier die Zitrusbäume. Wir fahren an endlosen Plantagen entlang und bekommen gar nicht genug von den frischen Orangen und Mandarinen. Dennoch ist heute nicht der Weg das Ziel sondern Valencia. Valencia steht für uns dieses Jahr synonym für Weihnachten und heute erreichen wir endlich die vielversprechende Stadt. Auf gut durchdachten Radwegen, werden wir bis hinein in die Innenstadt geführt. Wir kommen in einem sehr kleinen (und das bedeutet was, wenn wir das sagen!), aber feinen Apartment unter, waschen unsere Klamotten und kaufen für die nächsten Tage ein. Weihnachten kann kommen 🙂

on tour

22.12.2022 – Moncofa

Seit Spanien sind wir vom Abenteuermodus in den Urlaubsmodus gewechselt. Das warme Wetter, die unbedrohlich wirkenden Straßen und die zahllosen geöffneten Campingplätze, die uns die Nächte komfortabel und kostengünstig sichern, tragen ihren Teil dazu bei. Außerdem wissen die Spanier (im Gegensatz zu den Italienern), wie man die Küstenlinie attraktiv gestaltet. Es gibt mehr potenzielle Pausenplätze, als wir nutzen könnten.
Unsere heutige Strecke führt auf einem alten Bahndamm entlang, weit ab vom motorisierten Verkehr.
Am Abend verwerten wir endlich den letzten Teil des Blumenkohls (Wahnsinn wie ergiebig er für uns war) und lassen die letzte Kerze unseres “Adventskranzes“ ausbrennen, während wir ein paar Lieder anstimmen.

on tour

21.12.2022 – Orpesa

Heute jagt ein Highlight das nächste! Am Morgen begrüßt uns die Sonne mit einer überwältigenden Energie, die sich zum Mittag noch steigert.
Unsere Route ist quasi zweigeteilt: Die erste Hälfte des Tages fahren wir eine wundervolle, teils hügelige Gravelstrecke. Linkerhand erstreckt sich das Meer, rechts ein üppig grünes Naturschutzgebiet, am Horizont sehen wir die Berge. Die sommerlich assoziierte Farbkombination aus dem tiefen Blau, dem saftigen grün und dem erdigen Braun lässt die gefühlte Temperatur noch höher steigen.
Am Strand machen wir eine lange Pause, in der wir von großen Glücksgefühlen übermannt werden. Was für ein Privileg das alles gemeinsam erleben zu können ♥
Danach beginnt die zweite Hälfte, jetzt auf feinstem Asphalt und ganz eben, immer entlang einiger Mandarinenplantagen. Ein paar der Früchte pflücken wir als Proviant. Herrlich süßsäuerlich, saftig schmecken sie und verströmen einen Geruch, der an Weihnachten erinnert!
Abends verwerten wir einen weiteren Teil des Blumenkohls in einem Curry mit etwas Mandarinensaft. Dann kommt unser Parzellennachbar aus Großbritannien herüber und schenkt uns “immer hungrigen Radlern“ Schokokuchen. Was für ein Festmahl!

on tour

20.12.2022 – Penìscola

Wir starten in den Tag mit einem Frühstück bei Amanda und Alex. Die beiden waren für die letzte Nacht unsere Warmshowers-Hosts und sind wie wir begeisterte Tandemfahrer.
Gegen 9 Uhr sitzen wir wieder im Sattel. Die morgendliche Lichtstimmung ist bemerkenswert! Doch leider hält der Tag nicht was der Morgen verspricht. Es zieht sich zu und die Straße verläuft eintönig, gerade und flach.
Dennoch gibt es etwas zu berichten, was uns erst jetzt bewusst wurde. Unsere Tage sind zwar gleich kurz wie in Italien, dadurch dass wir bei gleicher Zeitzone aber weiter im Westen sind, ist das Tageslichtfenster um ca. eine Stunde nach hinten verschoben. Hell wird es erst gegen 08:00 Uhr und die Sonne geht erst um 17:30 Uhr unter. Dadurch kommen uns die Tage trotzdem länger vor. Und bald ist auch die längste Nacht des Jahres überstanden, danach gibt es täglich endlich nicht mehr nur gefühlt mehr Sonne.
Kurz vor unserem Campingplatz kommen wir an einem abgeernten Blumenkohlfeld vorbei, finden am Rand aber noch ein Überbleibsel und ernten den prächtigen Kopf für unser Abendessen!

on tour

19.12.2022 – Amposta

Mittlerweile fiebern wir der Ersatzisomatte richtig entgegen! Hier in Spanien sind die Böden auf denen wir Zelten steinig und die Matte scheint etwas schneller an Luft zu verlieren, daher müssen wir des Nachts nun einmal mehr nachpumpen. Ansonsten sind die Nächte im Zelt super gemütlich, sodass wir gerne lange schlafen und heute erst gegen 11 Uhr aufbrechen.
Die Strecke ist eine nicht enden wollende Sinuskurve – auf und ab, kurbeln und rollen lassen, schwitzen und trocknen. Am Wegesrand sehen wir plötzlich drei riesige Mosaikdinos!
Als wir eine kleine Abkürzung nehmen wollen, wird uns das zeitlich zum Verhängnis: kurz nach der Abzweigung müssen wir absteigen und einen tandemkritischen Wanderpfad entlang schieben und gerade als wir denken, wir hätten es geschafft, verängt sich der Weg und wird noch etwas steiler. Kein Weiterkommen ohne das gesamte Gepäck abzunehmen und einzeln runter zu tragen. Dennoch war es eine schöne Abwechlung mit grandiosem Blick auf eine Steinküste bei gefühlt über 20°C.
Am Meer machen wir schließlich die dringend benötigte Pause und nehmen dann die letzten 30 Kilometer in Angriff. Es ist toll, wie sich in den letzten Monaten alle Handgriffe eingespielt haben und wie viel und frei wir gemeinsam auf dem Tandem lachen.

on tour

18.12.2022 – Cambrils

Der vierte Advent! Das Jahr neigt sich dem Ende. Heute wird uns das irgendwie noch mal so richtig bewusst. Wir genießen das angenehme Fahrradwetter und schmieden beim Fahren Pläne für den Übergang ins neue Jahr.
Entgegen unserer Erwartung finden wir am Abend, kurz bevor wir bei dem Wald ankommen, in dem wir unser Zelt aufschlagen wollten, einen Zeltplatz, der geöffnet hat. Ein deutscher Camper reiht sich an den anderen und wenn wir gestern noch glücklich darüber waren, uns mit ein paar Menschen in der Muttersprache austauschen zu können, ist es heute etwas erschlagend, sodass wir uns in eine Nische nahe zweier Franzosen zurück ziehen.
Der Kerzenschein bei Einbruch der Dunkelheit liefert eine ganz eigene Stimmung. Vermutlich werden wir das auch unabhängig von der Weihnachtszeit beibehalten.

on tour

17.12.2022 – Calafell


Spanien überrascht uns mit einer fantastischen Fahrradinfrastruktur und Autofahrern, die sich fast durchweg so vorbildlich verhalten, als säße ein Fahrlehrer mit drin.
Lidl hat sich in Italien zu unserem Lieblingsgeschäft entwickelt, obwohl wir ihm in Berlin kaum Beachtung geschenkt haben. Jetzt bedeutet Lidl für uns feine Haferflocken 😉 Und hier in Spanien bleibt das wohl so.
Gegen 16 Uhr kommen wir auf einem belebten Zeltplatz an und treffen zwei deutsche Paare mit Wohnwägen. Es ist schön, sich auszutauschen und Tipps zu sammeln.
Stimmen, Musik und ab und an ein vorbeifahrender Zug begleiten uns in die Nacht.

on tour Stadt

16.12.2022 – Barcelona

Als wir am Morgen an Deck der Fähre gehen, hat das Wetter eine 180° Wende gemacht. Milde 15°C und Sonnenschein empfangen uns.
Dann endlich der lang erwartete erste Schritt auf spanischen Boden. Barcelona erscheint uns recht ruhig, leer und entspannt. Wir fahren fast durchweg auf Radwegen, entlang der Rambla und vorbei am Platz Catalunya. Ein bisschen Sightseeing nebenbei, während wir unsere Hauptaufgaben (Essen und Gas kaufen) in Angriff nehmen. Teilweise hängen wir ewig in roten Ampelwellen fest, dennoch macht die Stadt Eindruck auf uns und es ist schon etwas schade, nicht noch ein/zwei Tage länger Zeit zum Erkunden zu haben.
Nachmittags erreichen wir einen Zeltplatz außerhalb der Stadt. Hier in Spanien scheinen einige ganzjährig offen zu haben. Das bietet uns eine schöne und entspanntere Alternative zum Wildzelten!

on tour

12.12.2022 – Porto Torres

Die Nacht war richtig gemütlich und der immernoch anhaltende, aber nicht mehr ganz so aggressive Wind, bringt uns den Vorteil ein komplett trockenes Zelt einpacken zu können.
Mit Rückenwind und Sonne im Gesicht, brechen wir zu unserer vorerst letzten Sardinienfahrt auf. Es ist das erste Mal, dass wir zu einem Ort zurückkehren und dadurch Wegpunkte wiedererkennen können.
Nachdem wir es durch das Einbahnstraßenlabyrinth zurück ins Zentrum von Porto Torres geschafft haben, stehen noch einige Vorbereitungen für die Fährfahrt an. Tandi wird in der Waschanlage herausgeputzt (es gibt sogar eine extra Haltekonstruktion!), Proviant gekauft und gemütliche Klamotten und Kissen bereit gelegt. Leider schmeckt das Wasser aus den öffentlichen Hähnen, an denen wir uns die letzten Wochen immer bedient haben, hier in Porto Torres als würde man aus einem Schwimmbecken trinken. Daher müssen wir auch noch ein paar Flaschen Wasser kaufen. Das ist immer ärgerlich, weil es hier kein Pfandsystem gibt und die alten Flachen einfach im Müll landen.
Als wir fertig sind haben wir immer noch drei sich dehnende Stunden bis zum Check-in auf der Fähre. Doch irgendwann sind auch diese geschafft (nicht zuletzt dank leckerer Pizza “to go“) und es kann losgehen! Zurück nach Italien… Der berühmte Schritt zurück auf den zwei nach vorne folgen 😉
Der Abschied von Sardinien ist deutlich schwerer als die Abfahrt aus Italien vor knapp drei Wochen. Es war eine wirklich tolle Zeit auf der Insel, die unser Selbstvertrauen und unsere Zuversicht gestärkt hat. Und es fühlt sich an, wie ein kleines Ende, obwohl wir natürlich wissen, dass wir immer zurückkehren können und dass sich dafür bald eine neue Tür öffnen wird.

Freinacht on tour

11.12.2022 – Stintino

Grüße zum dritten Advent!
Der Körper hat einige interessante Mechanismen: Nachdem wir jetzt 11 Tage am Stück auf dem Rad saßen, mit dem Wissen im Hinterkopf heute einen Pausentag auf der Fähre zu haben, fällt es uns an diesem Morgen nicht leicht uns noch mal für zwei weitere Tage aufzuraffen. Hätten wir uns aber von Anfang an auf 13 Tage eingestellt, wäre es jetzt vermutlich kein Problem.
Um die nächsten beiden Tage dennoch genießen zu können, haben wir die Touren ganz kurz geplant. Auf dem kürstesten Weg nach Stintino an die Küste und wieder zurück. Doch wir haben die Rechnung ohne diesen heftigen Gegenwind gemacht. So können auch relativ ebene 30 km sich wie eine richtig schwere Bergetappe anfühlen.
Auch an dem Platz an der Steilküste, den wir uns zum Schlafen aussuchen, benötigen wir noch einiges an Energie, denn der Wind entreißt uns alle Wärme, die unsere Körper produzieren. Und leider lässt er uns auch keine Kerzen entfachen, sodass wir unser Abendbrot ohne unseren improvisierten Adventskranz einnehmen.
Erst als wir nach der Dämmerung ins Zelt kriechen, können wir uns so richtig in die Entspannung sinken lassen.